TRANSPLANTATIONS TAGEBUCH

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...Gedanken, Gefühle u. Ängste vor einer Nieren Transplantation u. dem Leben danach!

Die Transplantation war vor...

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Mittwoch, 17. Dezember 2008

Rückblick

Die Zeit ist so schnell vergangen. Gerade habe ich alte Einträge im alten Sternenhimel Blog gelesen. Letztes Weihnachten haben wir das grüne Licht bekommen zur OP. Ich weiß noch wie nervös wir waren. Wir haben Weihnachten u. Silvester nicht richtig genießen können.

Dann kam der Anruf im Januar 2008, daß die OP nicht stattfinden würde, weil der Chirurg sich an der Schulter verletzt hatte. Der Adrenalinschub war bis dahin so hoch, daß dieser Anruf ziemlich niederschmetternd war. Erst war ich erleichtert u. dann war ich total fertig mit den Nerven.

Wir mußten wieder warten bis wir einen neuen Termin bekommen haben. Ende Januar kam dann der Anruf von der Transplantations Coordinatorin, der neue Termin wäre am


Es war nervenaufreibend, aber ich bin froh, daß wir diesen Schritt gemacht haben. Mir geht es jetzt viel besser. Ich bin noch nicht fit genug, habe noch Rückenschmerzen, aber mir geht es generell viel besser u. wir haben keine Dialysemaschine mehr zuhause stehen. Alles woran ich denken muß ist die Tabletten pünktlich zu nehmen und die Krankenhaustermine wahr zunehmen.

Ehemann braucht mir nie mehr etwas zu schenken, denn er hat mir das größte Geschenk meines Lebens gemacht. Den 25. März 2008 werde ich nie mehr in meinem Leben vergessen.

Ich wünsche allen Lesern u. Bloggern, die mich in dieser schwierigen Zeit begleitet haben ein wunderschönes Weihnachtsfest.

Liebe Grüße

Freitag, 28. November 2008

Highway to Hell oder so!

Nach meiner zweiten OP bei der die Kanüle entfernt wurde mußte ich wieder regelmäßig zur Day Clinic. Ich durfte noch nicht mit dem Zug fahren u. wurde mit dem Krankentransport abgeholt.

Auf dem Rückweg habe ich ein Taxi (black cab) bekommen, weil sie keinen Krankentransport zur Verfügung hatten. Im Taxi saß auch auch ein Dialysepatient. Er saß im Rollstuhl, hatte nur ein Bein, Diabetes u. Nierenversagen, außerdem konnte er durch sein angeschlagenes Herz auch keine Transplantation mehr bekommen. Er tat mir u. dem Taxifahrer leid. Der Taxifahrer fragte mich ob der Mann im Taxi bei geöffneten Fenster rauchen dürfte. Da ich die Diabetes Diät (in der Schwangerschaft hatte ich Diabetes) u. die Dialyse Diät kannte, sagte ich:

"Okay, why not!"

Der arme Mann hat ja sonst keine Freuden, darf nicht alles essen u. ist viel kränker als ich es je gewesen bin. Er war so ungefähr 50 Jahre alt u. ich habe mit ihm auf dem Rückweg geplaudert. Der Rauch machte mir bis dahin nicht so viel aus, weil das Fenster geöffnet war.

Wir mußten den Mann in unserer Stadt in einem Altenheim absetzen. Leider wußte er nicht den richtigen Namen des Altenheims. Ich konnte den Fahrer nach Asda lotzen, aber von da an wußte ich auch nicht wohin.

Wir mußten über Speed Bumps fahren als wir das Heim gesucht haben. Der Mann hat eine nach der anderen geraucht u. durch das geöffnete Fenster strömte jetzt auch kalte Luft hinein. Es war ja noch April. Ich habe gefroren, meine Nase lief unaufhörlich u. meine Narben schmerzten jedes Mal wenn wir über die Speed Bumps gehoppelt sind.

Am Ende hat uns ein Passant den richtigen Weg gewiesen. Wir haben ihn am Heim abgesetzt u. der Taxifahrer hat mich nachhause gefahren.

Zuhause angekommen habe ich sofort meine verrauchte Kleidung abgelegt u. bin ins Bett gegangen um mich auszuruhen. Leider lief meine Nase immer noch u. die Narben schmerzten als ich mich hingelegte. Schlaf war undenkbar!! Ehemann hat mir eine Tasse Kaffee ans Bett gebracht - bless him! :)

Ich denke jetzt noch oft an den Mann u. was er jetzt wohl macht. Er tat mir wahnsinnig leid. Er hatte sehr viel Humor, wir haben geplaudert u. gelacht den ganzen Weg über!!

Dienstag, 15. April 2008

25.03.08/Jetzt geht es los!!

Am 24.03 mußte ich das letzte Mal Dialyse machen im Krankenhaus. Ich war schon um 6.00 Uhr morgens wach und wollte auf 9X meinen Ehemann besuchen. Leider fand die Krankenschwester heraus, daß alle anderen Patienten auf 9X noch schliefen u. ich durfte nicht gehen. Deshalb bin ich traurig wieder zurück ins Bett gegangen!!
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Ehemann kam um 7.00 Uhr bei mir vorbei u. mußte dann aber wieder zurück, um sein Engelshemdchen u. Strümpfchen anzuziehen.
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Um 8.30 Uhr stand er plötzlich wieder im Türrahmen; er hatte sein Engelshemdchen u. seine Strümpfchen an und sagte zu mir: "Don't worry, if it does not work! See you later! I love you!" u. dann war er wieder weg u. ich fing an zu heulen!!! Die Krankenschwestern konnten mich kaum beruhigen. Sie schafften es trotzdem, indem sie mir ein Engelshemdchen u. die Strümpfchen in die Hand drückten, blaue Seife u. Einmal-Waschlappen u. mich zum Duschen schickten.
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Nach dem Duschen kamen die Anästesistinnen u. haben alles mit mir besprochen; sie haben mir auch ein Beruhigungsmittel gegeben u. Emla Creme auf meine Hände geschmiert.
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Das Beruhigungsmittel wirkte sehr gut, ich habe ein paar Stunden geschlafen, dann war es soweit, das Mittel funktionierte nicht mehr, die Porter brachten mich nach oben u. schickten mir, der Mrs A. D. schöne Grüße von Mr. E. D., den sie um 9.00 Uhr nach oben in den Operationsaal geschoben hatten. Jetzt fing ich plötzlich an zu zittern.
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Im Vorraum des OP-Saals war es ziemlich kalt, ich mußte mich auf eine kleine Liege legen u. wurde vorbereitet, sah plötzlich Dr. B. ganz ungeduldig neben mir stehen. Ich fragte ihn: "How is my husband!" Er sagte: "You are a little bit too late, I am waiting until I can extract your husbands kidney!!" Ich antwortete nervös: "What, he is still open, he is not finished yet?" Er antwortete: "Don't worry Mrs. D., just relax, he is going to be fine!" Von mir kam dann ein langgezogenes "Soooooorrrrrrryyyy!!" u. dann war ich plötzlich weg!!
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Abend um 19.30 Uhr wurde ich auf meinem Zimmer wach, vollgepumpt mit Morphium, Kanüle im Hals u. in der Hand, Katheder u. zwei Wundschläuche, ein Tropf tröpfelt so langsam vor sich hin u. manchmal piepte es. Schwiegereltern, Schwager u. Töchterlein standen um mich herum. Meine erste Frage: "How ist he?" Antwort: "He is fine!!" Zweite Frage: "Does Opa know yet!" Töchterleins Antwort: "No!" Dritte Frage: "Can you phone him on dads mobile!" Was sie dann auch gemacht hat, sie hat mir den Hörer ans Ohr gehalten u. ich habe kurz mit meinem sehr erleichterten Vater gesprochen!
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Ich schlief wieder ein wenig u. sagte dann immer: "I need a wee!" Die Krankenschwester meinte beruhigend zu meinen Schwiegereltern: "It is the catheder, the kidney worked straight away!"
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Man drückte mir einen Knopf in die Hand, weil eine Morphiumspritze daneben stand u. sagte mir, daß ich drücken sollte, wenn der Knopf grün anzeigte.
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Die ganze Nacht habe ich geklickt, auch wenn es nicht grün war...!!!

Sonntag, 16. März 2008

Panikattacke!

Gestern habe ich so nebenbei auf den Kalender geschaut u. als ich das Datum sah, habe ich eine Panikattacke bekommen!!!
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Mein Magen drehte sich u. mir wurde schlecht. Essen konnte ich danach gar nichts mehr! *seufz* Ich habe nur ein Glas Bier getrunken zur Beruhigung - mußte sein!
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Erst verdränge ich alles u. dann haut es mich plötzlich um! Hilfe!!!
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Am 18.03.08 um 10.30 Uhr ist unsere Pre-OP, hoffentlich wird alles ok sein! Wir werden den ganzen Tag im Krankenhaus sein. Nun denn!!!!!
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Augen zu und durch!!